
Allensbach-Umfrage 2011
Allensbach-Studie zur Schul- und Bildungspolitik in Deutschland

Die Auswertung der Ergebnisse nach Bundesländern
Lehrer und Bevölkerung sind sich einig: Schule soll nicht nur Wissen, sondern auch Werte vermitteln - praktische Umsetzung schwierig
Lehrpläne lassen individuelle Förderung der Schüler nur bedingt zu / Plädoyer für mehr Freiheiten an den Schulen / Lehrer haben überwiegend kritisches Bild der Schüler / Lehrer erteilen Bildungsföderalismus eine klare Absage / Zweifel an der Durchlässigkeit des Schulsystems / Repräsentative Umfrage im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "Deutscher Lehrerpreis - Unterricht innovativ"
Berlin/Düsseldorf, 19. April 2011 - Schulen haben aus Sicht der Bevölkerung einen umfassenden Bildungsauftrag. Erwartet werden nicht nur eine gute Beherrschung von Rechtschreibung und Grammatik (86 Prozent) und eine gute Allgemeinbildung (79 Prozent) - ebenso sollen Schulen Werte wie Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft (jeweils 66 Prozent) sowie Leistungsbereitschaft (65 Prozent) vermitteln. Eine überwiegende Mehrheit der Lehrer in Deutschland teilt diese Ansicht: So sind 87 Prozent der Meinung, dass die Vermittlung von Werten zu ihrer Aufgabe gehört. Die praktische Umsetzung beurteilen viele Lehrer allerdings skeptisch. Lediglich gut ein Drittel (37 Prozent) gibt an, dass ihnen die Vermittlung von Werten in der Regel gelingt, bei Lehrern an Hauptschulen sind es sogar nur 17 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland zur diesjährigen Ausschreibung des Wettbewerbs "Deutscher Lehrerpreis - Unterricht innovativ" (www.lehrerpreis.de). Befragt wurden 2.227 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger sowie 536 Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland.
Lehrer haben wenig Einfluss auf ihre Schüler
Fast die Hälfte (48 Prozent) der Lehrkräfte ist der Meinung, dass sie nur wenig bis keinen Einfluss auf die Schüler haben. Einen sehr großen Einfluss dagegen haben nach Einschätzung der Lehrer die Medien (69 Prozent), der Freundeskreis (68 Prozent) und mit deutlichem Abstand die Eltern (31 Prozent). Lediglich acht Prozent der Lehrer sagen von sich selbst, dass sie sehr großen Einfluss haben.

Die Auswertung der Ergebnisse nach Bundesländern
Lehrpläne lassen individuelle Förderung der Schüler nur bedingt zu / Plädoyer für mehr Freiheiten an den Schulen / Lehrer haben überwiegend kritisches Bild der Schüler / Lehrer erteilen Bildungsföderalismus eine klare Absage / Zweifel an der Durchlässigkeit des Schulsystems / Repräsentative Umfrage im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "Deutscher Lehrerpreis - Unterricht innovativ"
Berlin/Düsseldorf, 19. April 2011 - Schulen haben aus Sicht der Bevölkerung einen umfassenden Bildungsauftrag. Erwartet werden nicht nur eine gute Beherrschung von Rechtschreibung und Grammatik (86 Prozent) und eine gute Allgemeinbildung (79 Prozent) - ebenso sollen Schulen Werte wie Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft (jeweils 66 Prozent) sowie Leistungsbereitschaft (65 Prozent) vermitteln. Eine überwiegende Mehrheit der Lehrer in Deutschland teilt diese Ansicht: So sind 87 Prozent der Meinung, dass die Vermittlung von Werten zu ihrer Aufgabe gehört. Die praktische Umsetzung beurteilen viele Lehrer allerdings skeptisch. Lediglich gut ein Drittel (37 Prozent) gibt an, dass ihnen die Vermittlung von Werten in der Regel gelingt, bei Lehrern an Hauptschulen sind es sogar nur 17 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland zur diesjährigen Ausschreibung des Wettbewerbs "Deutscher Lehrerpreis - Unterricht innovativ" (www.lehrerpreis.de). Befragt wurden 2.227 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger sowie 536 Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland.

Fast die Hälfte (48 Prozent) der Lehrkräfte ist der Meinung, dass sie nur wenig bis keinen Einfluss auf die Schüler haben. Einen sehr großen Einfluss dagegen haben nach Einschätzung der Lehrer die Medien (69 Prozent), der Freundeskreis (68 Prozent) und mit deutlichem Abstand die Eltern (31 Prozent). Lediglich acht Prozent der Lehrer sagen von sich selbst, dass sie sehr großen Einfluss haben.
2011: Ein aktuelles Stimmungsbild der Bevölkerung und Lehrer

Mehr Klarheit, bessere Chancen: Was die "Bildungsrepublik" wirklich denkt - Erste Einschätzung der Ergebnisse aus Sicht der Vodafone Stiftung Deutschland
Welche Erwartungen stellen die Menschen in Deutschland an das Bildungssystem? Was sollen Lehrerinnen und Lehrer den Kindern und Jugendlichen für ihren Lebensweg mitgeben? Und wo liegen die Defizite des Systems? Die seit 2009 im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland jährlich durchgeführte Allensbach-Umfrage zur Schul- und Bildungspolitik in Deutschland soll auf diese Fragen Antworten geben. Sie liefert ein authentisches Stimmungsbild aus der Mitte der "Bildungsrepublik Deutschland", sie offenbart die vielfältigen Bedürfnislagen, gefühlten Unzulänglichkeiten und Befindlichkeiten auf der Seite der "Kunden und Konsumenten" des Bildungssystems - Bürger, die das Schulsystem durchlaufen haben und solche, die ihre Kinder jeden Tag in die Schule schicken. In der vorliegenden Untersuchung kommen nun aber auch die "Anbieter" zu Wort: Befragt wurden in diesem Jahr erstmals auch die Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen. Es entsteht damit ein in dieser Kontrastierung bisher einzigartiges Meinungsbild zum deutschen Schul- und Bildungssystem.
Ein zentrales Ergebnis, das sich bereits in der Umfrage des Vorjahres fand: Die Menschen in Deutschland plädieren in Sachen Bildung für eine Zentralisierung der Zuständigkeiten. Im vergangenen Jahr sprachen sich 64 Prozent der Eltern von Schulkindern für mehr bildungspolitische Kompetenz des Bundes aus. Die vorliegende Umfrage liefert nun ein ähnliches Bild auf Seiten der Lehrkräfte: 61 Prozent wollen "mehr Bund" und "weniger Land". Freilich gibt die Studie nur bedingt Auskunft darüber, woher der Unmut über die föderalen Verantwortungsstrukturen rührt. Hier kommt eine Reihe von Gründen in Betracht: Unzufriedenheit mit einer zuweilen mobilitätserschwerenden Unübersichtlichkeit der schulpolitischen Regularien, Verwirrung angesichts des viel diskutierten föderalen "Flickenteppichs", Komplexität und Intransparenz verschiedener Schulstruktur und Übergangsmodelle oder aber die reale oder gefürchtete Uneinheitlichkeit von Benotung. In jedem Fall lässt sich konstatieren, dass die im politischen Diskus ins Feld geführten Vorteile föderaler Verantwortung - vor allem der Qualitätswettbewerb unter den Ländern - auf Seiten der Bürger weniger deutlich ins Bewusstsein treten. Insbesondere uneinheitliche Standards bei der Vergabe von Zertifikaten berühren, so scheint es, das Gerechtigkeitsempfinden der Bürger: Fast 80 Prozent plädieren für die Einführung eines bundesweiten Zentralabiturs. Dass ein für den Bildungs- und späteren Karriereweg möglicherweise entscheidender Leistungsnachweis in unterschiedlichen Bundesländern unter unterschiedlichen Bedingungen erworben wird, widerspricht aus Sicht der Bevölkerung, so legt das vorliegende Ergebnis nahe, dem Ideal leistungs- und chancengerechter Bildung.
Überraschender noch als das Plädoyer für mehr Bundeskompetenz ist die deutliche Zustimmung für das noch vor wenigen Jahren höchst umstrittene Modell der Ganztagsschule. Ganztagsbetreuung - in vielen europäischen Ländern seit jeher Tradition - galt hierzulande vielen als Intervention in den grundgesetzlich geschützten Raum familiärer Selbstbestimmung. Der persönlichkeitsbildende Einfluss der Eltern und der der selbstbestimmten Peer-Group, so die vielfache Reaktion auf den bundesweit geförderten Ganztagsschulausbau, werde durch die längere Verweildauer in der Schule reduziert. Ganz offensichtlich hat sich hier ein Mentalitätswandel vollzogen: Immerhin 61 Prozent der Bürger befürworten heute die Ganztagsschule, nur 19 Prozent lehnen sie ab. Dabei fällt ins Auge, dass es offenbar weniger pädagogische Gründe, sondern vor allem die lebensweltlichen Veränderungen sind, die diese Haltungsänderung bedingen. 80 Prozent der Befragten begreifen die Ganztagsschule als eine Entlastung für berufstätige Eltern. Die Ganztagsschule wird für immer mehr Familien zur Selbstverständlichkeit.
Der je nach sozialräumlicher Situation unterschiedlich gestaltete Ausbau des Ganztagsschulangebots eröffnet aber auch den Schulen zukünftig neue Gestaltungsräume und Möglichkeiten der Partnerschaft mit Vereinen, der Kirche und Jugendhilfe sowie den sozialen Trägern und diversen privaten Anbietern. Dass die deutliche Mehrheit der Lehrkräfte die individuelle Gestaltungsfreiheit an Schulen grundsätzlich begrüßt und ausgeweitet sehen möchten, ist ein weiteres zentrales Ergebnis der diesjährigen Befragung: 63 Prozent der Lehrkräfte wünschen sich mehr Freiheit an den Schulen. Der Ruf nach Zentralisierung auf Makroebene (Bundeskompetenz) wird dabei offenbar nicht als Widerspruch begriffen zur Forderung nach mehr Unabhängigkeit von kultusadministrativer Bestimmung im Schulalltag. 63 Prozent der Lehrer sehen sich hier mit (schul-)politischen Vorgaben konfrontiert, die im Alltag nur schwer umzusetzen sind.
Befragt man die Lehrerinnen und Lehrer nach den schulpolitischen Rahmenbedingungen im Ländervergleich, so ergibt sich ein erstaunlich eindeutiges Meinungsbild: Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen - auffälligerweise jene Bundesländer, in denen im Vergleich etwa zu Hamburg oder Berlin keine schulstrukturellen Traditionsbrüche durchgesetzt wurden - bilden aus Sicht der Pädagogen die eindeutige Spitzengruppe. In Bayern halten 49,1 Prozent der Befragten die Rahmenbedingungen für günstig, in Hamburg nur 6,5 Prozent. Offenbar findet auch der sächsische Ansatz - mehr schulische Eigenverantwortung und Qualitätsverbesserung der Lehrer-Aus- und Fortbildung - bei den Pädagogen besonderes Gehör. Rund 17 Prozent der Lehrkräfte halten die Rahmenbedingungen hier für günstig. Sachsen schaffte es auch beim Länderranking PISA-E 2006 in die internationale Spitzengruppe.
Was aber soll Schule überhaupt vermitteln? Dass sich ihr Auftrag nicht in der Vermittlung von Wissen erschöpft, sondern das Lehrerinnen und Lehrer auch als Vermittler von Werten und lebenspraktischen Sozialtechniken agieren, meinen sowohl Eltern als auch Lehrkräfte. Stehen die gute Beherrschung von Rechtschreibung und Grammatik sowie die Vermittlung einer soliden Allgemeinbildung auch im Vordergrund, so zählt doch die Verinnerlichung von Tugenden wie Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft und Leistungsbereitschaft für rund 65 Prozent der Bürger zum Bildungsauftrag der Schulen. Unter den Lehrkräften halten 87 Prozent die Vermittlung von Werten für ihre Aufgabe. Man sieht sich in der Verantwortung für junge Menschen, die, unabhängig von bestimmten Wissensinhalten, dem Leben gestaltend und verantwortungsvoll begegnen sollen.
Die hier vorliegenden Meinungsäußerungen rühren an die in Pädagogik und Bildungssteuerung seit einigen Jahren viel diskutierte Frage der Kompetenzorientierung. Vergleicht man die Schulzeit der heutigen Eltern- und der heutigen Schülergeneration, so zeigt sich ein deutlicher Paradigmenwechsel in der Lehr- und Lernkultur. War die Schule vormals Ort der reinen Wissensvermittlung, orientiert sich die Schule heute am Begriff des kompetenzorientierten Lernens. Der erleichterte Zugang und die immer schnellere Zunahme verfügbaren Wissens machen es notwendig, dass Kinder und Jugendliche vor allem Werthaltungen und Fähigkeiten zur Bewältigung unbekannter Probleme und Lebenslagen erwerben. Der Erfolg von Bildung bemisst sich in diesem Sinne nicht allein an dem in Noten auszudrückenden Schulerfolg. Vielmehr besteht Bildungserfolg in diesem umfassenden Sinne in der Vermittlung von Handlungsfähigkeit, die weit über die frühen Stufen der Bildungsbiografie hinausweist. Leistungsbereitschaft und Pünktlichkeit sind Fähigkeiten der Selbstregulation, die, jenseits der Wissensvermittlung, für ein gelingendes Leben im sozialen Gefüge unverzichtbar sind. Ob die Schule ihrem Auftrag als Kompetenz- und Sozialisationsagentur nachkommt, ist indes umstritten. Die Lehrkräfte jedenfalls zeigen sich skeptisch: Lediglich 37 Prozent glauben, dass ihnen die Wertvermittlung auch wirklich gelingt. Unter den Hauptschullehrerinnen und Lehrern sind es lediglich 17 Prozent.
Die Grenzlinie zwischen den Aufgabenbereiche von Elternhaus und Schule lässt sich, auch dies wird in der aktuellen Umfrage deutlich, nicht mehr mit den Begriffen des Privaten bzw. Öffentlichen beschreiben. Schule hat einen Bildungs- und Erziehungsauftrag. Und auch die Eltern haben einen Erziehungs- und Bildungsauftrag, insofern die häuslichen Ausgangsbedingungen für eine erfolgreiche Lernentwicklung konstitutiv sind. Die befragten Lehrerinnen und Lehrer zeichnen hier ein besorgniserregendes Bild: 90 Prozent der Schüler seien stark durch die Medien geprägt, drei Viertel von ihnen hätten Konzentrationsprobleme. Einmal mehr wird deutlich, dass Lehrkräfte die Folgen lernfeindlicher häuslicher Sozialisationsmilieus im Unterricht zu spüren bekommen. 78 Prozent der Lehrer konstatieren, die Eltern würden sich zu wenig um die Freizeitgestaltung kümmern und - ein alarmierender Befund - 78 Prozent meinen, die Eltern seien mit der Erziehung insgesamt überfordert. Ob die jeweilige Lehrergeneration der jüngeren Elterngeneration diesen kulturpessimistischen Vorwurf schon immer gemacht hat oder ob hier eine besondere zivilisatorische Schieflage vorliegt, sei hier dahin gestellt. Sicherlich helfen gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen Schule und Elternhaus nicht weiter. Grundsätzlich ist anzumerken, dass das asymmetrische (Macht-)Verhältnis zwischen Familie und Schule Konflikte birgt, da Schule Zertifikate vergibt, die den Schülerinnen und Schülern Chancen eröffnen oder verschließen. Zudem birgt der im Zuge von PISA und anderen Schulleistungsuntersuchungen wachsende Qualitätsdruck die Gefahr, die Ursache von Problemen auf der jeweils anderen Seite, also in der Schule respektive der Familie, zu suchen.
Wenngleich grundsätzlich zu begrüßen ist, dass Lehrkräfte die elterliche Mitverantwortung am Bildungserfolg einfordern und damit die Bedeutung familiärer Ausgangslagen für den Bildungserfolg anerkennen, so sollte zugleich bedacht werden, dass die finanziellen, kulturellen und habituellen Ressourcen für die schulische Unterstützung der Kinder in der Gesellschaft ungleich verteilt sind. Kinder aus schwachen sozialen Milieus sind doppelt benachteiligt, wenn gezielte Unterstützungsangebote fehlen und Eltern von der Schule ungeachtet vorhandener Ressourcen in die Verantwortung genommen werden. Der Umgang mit einer heterogenen Elternschaft stellt Lehrkräfte vor besondere Herausforderungen. Während der Ehrgeiz und der Wunsch, am Schulgeschehen beteiligt zu werden, bei bildungsnahen Eltern wächst, sind sozial schwache Familien, auch wenn sie für ihr Kind nur das Beste wollen, oft überfordert, wenn es um die schulische Begleitung ihres Kindes geht.
Insgesamt aber steigt, dies konnten aktuelle Studien zeigen, der gesellschaftliche Druck auf die Eltern. Diese sehen sich zunehmend in der Pflicht, ihrer Kinder im Lernprozess viel gezielter zu fördern, oder aber sie meinen, die vermeintlich mangelnde Qualität der Bildungsangebote durch privates Zusatzengagement kompensieren zu müssen. Weniger durch einen Mangel an Bildungsaspiration, sondern durch Hilflosigkeit und Unwissenheit im Umgang mit schulischen Themen, geraten sozial schwache Familien ins Hintertreffen.
Innovative Formate zur Förderung eines konstruktiven Dialogs zwischen Schule und Elternhaus ist also das Gebot der Stunde. Die Vodafone Stiftung Deutschland hat den Abbau von Barrieren und die Unterstützung von Eltern daher als eines ihrer Kernthemen identifiziert. Der Befund der Überforderung darf nicht die letzte Antwort sein.
Ansprechpartner:
Dr. David Deißner
Leiter Programmbereich
Think Tank, Bildungsforschung
und Integration
Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH
Büro Berlin
Tel.: +49(0)30 2061 76 19
Fax: +49(0)30 2061 76 29
E-Mail: david.deissner@vodafone.com
Daten und Fakten zur Vodafone Stiftung Deutschland
Informationen zum Deutschen Philologenverband

Mehr Klarheit, bessere Chancen: Was die "Bildungsrepublik" wirklich denkt - Erste Einschätzung der Ergebnisse aus Sicht der Vodafone Stiftung Deutschland
Welche Erwartungen stellen die Menschen in Deutschland an das Bildungssystem? Was sollen Lehrerinnen und Lehrer den Kindern und Jugendlichen für ihren Lebensweg mitgeben? Und wo liegen die Defizite des Systems? Die seit 2009 im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland jährlich durchgeführte Allensbach-Umfrage zur Schul- und Bildungspolitik in Deutschland soll auf diese Fragen Antworten geben. Sie liefert ein authentisches Stimmungsbild aus der Mitte der "Bildungsrepublik Deutschland", sie offenbart die vielfältigen Bedürfnislagen, gefühlten Unzulänglichkeiten und Befindlichkeiten auf der Seite der "Kunden und Konsumenten" des Bildungssystems - Bürger, die das Schulsystem durchlaufen haben und solche, die ihre Kinder jeden Tag in die Schule schicken. In der vorliegenden Untersuchung kommen nun aber auch die "Anbieter" zu Wort: Befragt wurden in diesem Jahr erstmals auch die Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen. Es entsteht damit ein in dieser Kontrastierung bisher einzigartiges Meinungsbild zum deutschen Schul- und Bildungssystem.
Ein zentrales Ergebnis, das sich bereits in der Umfrage des Vorjahres fand: Die Menschen in Deutschland plädieren in Sachen Bildung für eine Zentralisierung der Zuständigkeiten. Im vergangenen Jahr sprachen sich 64 Prozent der Eltern von Schulkindern für mehr bildungspolitische Kompetenz des Bundes aus. Die vorliegende Umfrage liefert nun ein ähnliches Bild auf Seiten der Lehrkräfte: 61 Prozent wollen "mehr Bund" und "weniger Land". Freilich gibt die Studie nur bedingt Auskunft darüber, woher der Unmut über die föderalen Verantwortungsstrukturen rührt. Hier kommt eine Reihe von Gründen in Betracht: Unzufriedenheit mit einer zuweilen mobilitätserschwerenden Unübersichtlichkeit der schulpolitischen Regularien, Verwirrung angesichts des viel diskutierten föderalen "Flickenteppichs", Komplexität und Intransparenz verschiedener Schulstruktur und Übergangsmodelle oder aber die reale oder gefürchtete Uneinheitlichkeit von Benotung. In jedem Fall lässt sich konstatieren, dass die im politischen Diskus ins Feld geführten Vorteile föderaler Verantwortung - vor allem der Qualitätswettbewerb unter den Ländern - auf Seiten der Bürger weniger deutlich ins Bewusstsein treten. Insbesondere uneinheitliche Standards bei der Vergabe von Zertifikaten berühren, so scheint es, das Gerechtigkeitsempfinden der Bürger: Fast 80 Prozent plädieren für die Einführung eines bundesweiten Zentralabiturs. Dass ein für den Bildungs- und späteren Karriereweg möglicherweise entscheidender Leistungsnachweis in unterschiedlichen Bundesländern unter unterschiedlichen Bedingungen erworben wird, widerspricht aus Sicht der Bevölkerung, so legt das vorliegende Ergebnis nahe, dem Ideal leistungs- und chancengerechter Bildung.
Überraschender noch als das Plädoyer für mehr Bundeskompetenz ist die deutliche Zustimmung für das noch vor wenigen Jahren höchst umstrittene Modell der Ganztagsschule. Ganztagsbetreuung - in vielen europäischen Ländern seit jeher Tradition - galt hierzulande vielen als Intervention in den grundgesetzlich geschützten Raum familiärer Selbstbestimmung. Der persönlichkeitsbildende Einfluss der Eltern und der der selbstbestimmten Peer-Group, so die vielfache Reaktion auf den bundesweit geförderten Ganztagsschulausbau, werde durch die längere Verweildauer in der Schule reduziert. Ganz offensichtlich hat sich hier ein Mentalitätswandel vollzogen: Immerhin 61 Prozent der Bürger befürworten heute die Ganztagsschule, nur 19 Prozent lehnen sie ab. Dabei fällt ins Auge, dass es offenbar weniger pädagogische Gründe, sondern vor allem die lebensweltlichen Veränderungen sind, die diese Haltungsänderung bedingen. 80 Prozent der Befragten begreifen die Ganztagsschule als eine Entlastung für berufstätige Eltern. Die Ganztagsschule wird für immer mehr Familien zur Selbstverständlichkeit.
Der je nach sozialräumlicher Situation unterschiedlich gestaltete Ausbau des Ganztagsschulangebots eröffnet aber auch den Schulen zukünftig neue Gestaltungsräume und Möglichkeiten der Partnerschaft mit Vereinen, der Kirche und Jugendhilfe sowie den sozialen Trägern und diversen privaten Anbietern. Dass die deutliche Mehrheit der Lehrkräfte die individuelle Gestaltungsfreiheit an Schulen grundsätzlich begrüßt und ausgeweitet sehen möchten, ist ein weiteres zentrales Ergebnis der diesjährigen Befragung: 63 Prozent der Lehrkräfte wünschen sich mehr Freiheit an den Schulen. Der Ruf nach Zentralisierung auf Makroebene (Bundeskompetenz) wird dabei offenbar nicht als Widerspruch begriffen zur Forderung nach mehr Unabhängigkeit von kultusadministrativer Bestimmung im Schulalltag. 63 Prozent der Lehrer sehen sich hier mit (schul-)politischen Vorgaben konfrontiert, die im Alltag nur schwer umzusetzen sind.
Befragt man die Lehrerinnen und Lehrer nach den schulpolitischen Rahmenbedingungen im Ländervergleich, so ergibt sich ein erstaunlich eindeutiges Meinungsbild: Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen - auffälligerweise jene Bundesländer, in denen im Vergleich etwa zu Hamburg oder Berlin keine schulstrukturellen Traditionsbrüche durchgesetzt wurden - bilden aus Sicht der Pädagogen die eindeutige Spitzengruppe. In Bayern halten 49,1 Prozent der Befragten die Rahmenbedingungen für günstig, in Hamburg nur 6,5 Prozent. Offenbar findet auch der sächsische Ansatz - mehr schulische Eigenverantwortung und Qualitätsverbesserung der Lehrer-Aus- und Fortbildung - bei den Pädagogen besonderes Gehör. Rund 17 Prozent der Lehrkräfte halten die Rahmenbedingungen hier für günstig. Sachsen schaffte es auch beim Länderranking PISA-E 2006 in die internationale Spitzengruppe.
Was aber soll Schule überhaupt vermitteln? Dass sich ihr Auftrag nicht in der Vermittlung von Wissen erschöpft, sondern das Lehrerinnen und Lehrer auch als Vermittler von Werten und lebenspraktischen Sozialtechniken agieren, meinen sowohl Eltern als auch Lehrkräfte. Stehen die gute Beherrschung von Rechtschreibung und Grammatik sowie die Vermittlung einer soliden Allgemeinbildung auch im Vordergrund, so zählt doch die Verinnerlichung von Tugenden wie Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft und Leistungsbereitschaft für rund 65 Prozent der Bürger zum Bildungsauftrag der Schulen. Unter den Lehrkräften halten 87 Prozent die Vermittlung von Werten für ihre Aufgabe. Man sieht sich in der Verantwortung für junge Menschen, die, unabhängig von bestimmten Wissensinhalten, dem Leben gestaltend und verantwortungsvoll begegnen sollen.
Die hier vorliegenden Meinungsäußerungen rühren an die in Pädagogik und Bildungssteuerung seit einigen Jahren viel diskutierte Frage der Kompetenzorientierung. Vergleicht man die Schulzeit der heutigen Eltern- und der heutigen Schülergeneration, so zeigt sich ein deutlicher Paradigmenwechsel in der Lehr- und Lernkultur. War die Schule vormals Ort der reinen Wissensvermittlung, orientiert sich die Schule heute am Begriff des kompetenzorientierten Lernens. Der erleichterte Zugang und die immer schnellere Zunahme verfügbaren Wissens machen es notwendig, dass Kinder und Jugendliche vor allem Werthaltungen und Fähigkeiten zur Bewältigung unbekannter Probleme und Lebenslagen erwerben. Der Erfolg von Bildung bemisst sich in diesem Sinne nicht allein an dem in Noten auszudrückenden Schulerfolg. Vielmehr besteht Bildungserfolg in diesem umfassenden Sinne in der Vermittlung von Handlungsfähigkeit, die weit über die frühen Stufen der Bildungsbiografie hinausweist. Leistungsbereitschaft und Pünktlichkeit sind Fähigkeiten der Selbstregulation, die, jenseits der Wissensvermittlung, für ein gelingendes Leben im sozialen Gefüge unverzichtbar sind. Ob die Schule ihrem Auftrag als Kompetenz- und Sozialisationsagentur nachkommt, ist indes umstritten. Die Lehrkräfte jedenfalls zeigen sich skeptisch: Lediglich 37 Prozent glauben, dass ihnen die Wertvermittlung auch wirklich gelingt. Unter den Hauptschullehrerinnen und Lehrern sind es lediglich 17 Prozent.
Die Grenzlinie zwischen den Aufgabenbereiche von Elternhaus und Schule lässt sich, auch dies wird in der aktuellen Umfrage deutlich, nicht mehr mit den Begriffen des Privaten bzw. Öffentlichen beschreiben. Schule hat einen Bildungs- und Erziehungsauftrag. Und auch die Eltern haben einen Erziehungs- und Bildungsauftrag, insofern die häuslichen Ausgangsbedingungen für eine erfolgreiche Lernentwicklung konstitutiv sind. Die befragten Lehrerinnen und Lehrer zeichnen hier ein besorgniserregendes Bild: 90 Prozent der Schüler seien stark durch die Medien geprägt, drei Viertel von ihnen hätten Konzentrationsprobleme. Einmal mehr wird deutlich, dass Lehrkräfte die Folgen lernfeindlicher häuslicher Sozialisationsmilieus im Unterricht zu spüren bekommen. 78 Prozent der Lehrer konstatieren, die Eltern würden sich zu wenig um die Freizeitgestaltung kümmern und - ein alarmierender Befund - 78 Prozent meinen, die Eltern seien mit der Erziehung insgesamt überfordert. Ob die jeweilige Lehrergeneration der jüngeren Elterngeneration diesen kulturpessimistischen Vorwurf schon immer gemacht hat oder ob hier eine besondere zivilisatorische Schieflage vorliegt, sei hier dahin gestellt. Sicherlich helfen gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen Schule und Elternhaus nicht weiter. Grundsätzlich ist anzumerken, dass das asymmetrische (Macht-)Verhältnis zwischen Familie und Schule Konflikte birgt, da Schule Zertifikate vergibt, die den Schülerinnen und Schülern Chancen eröffnen oder verschließen. Zudem birgt der im Zuge von PISA und anderen Schulleistungsuntersuchungen wachsende Qualitätsdruck die Gefahr, die Ursache von Problemen auf der jeweils anderen Seite, also in der Schule respektive der Familie, zu suchen.
Wenngleich grundsätzlich zu begrüßen ist, dass Lehrkräfte die elterliche Mitverantwortung am Bildungserfolg einfordern und damit die Bedeutung familiärer Ausgangslagen für den Bildungserfolg anerkennen, so sollte zugleich bedacht werden, dass die finanziellen, kulturellen und habituellen Ressourcen für die schulische Unterstützung der Kinder in der Gesellschaft ungleich verteilt sind. Kinder aus schwachen sozialen Milieus sind doppelt benachteiligt, wenn gezielte Unterstützungsangebote fehlen und Eltern von der Schule ungeachtet vorhandener Ressourcen in die Verantwortung genommen werden. Der Umgang mit einer heterogenen Elternschaft stellt Lehrkräfte vor besondere Herausforderungen. Während der Ehrgeiz und der Wunsch, am Schulgeschehen beteiligt zu werden, bei bildungsnahen Eltern wächst, sind sozial schwache Familien, auch wenn sie für ihr Kind nur das Beste wollen, oft überfordert, wenn es um die schulische Begleitung ihres Kindes geht.
Insgesamt aber steigt, dies konnten aktuelle Studien zeigen, der gesellschaftliche Druck auf die Eltern. Diese sehen sich zunehmend in der Pflicht, ihrer Kinder im Lernprozess viel gezielter zu fördern, oder aber sie meinen, die vermeintlich mangelnde Qualität der Bildungsangebote durch privates Zusatzengagement kompensieren zu müssen. Weniger durch einen Mangel an Bildungsaspiration, sondern durch Hilflosigkeit und Unwissenheit im Umgang mit schulischen Themen, geraten sozial schwache Familien ins Hintertreffen.
Innovative Formate zur Förderung eines konstruktiven Dialogs zwischen Schule und Elternhaus ist also das Gebot der Stunde. Die Vodafone Stiftung Deutschland hat den Abbau von Barrieren und die Unterstützung von Eltern daher als eines ihrer Kernthemen identifiziert. Der Befund der Überforderung darf nicht die letzte Antwort sein.
Ansprechpartner:
Dr. David Deißner
Leiter Programmbereich
Think Tank, Bildungsforschung
und Integration
Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH
Büro Berlin
Tel.: +49(0)30 2061 76 19
Fax: +49(0)30 2061 76 29
E-Mail: david.deissner@vodafone.com
Daten und Fakten zur Vodafone Stiftung Deutschland
Informationen zum Deutschen Philologenverband
Pressekonferenz zur Allensbach-Umfrage, 19. April 2011
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Pressekonferenz zur Allensbach-Umfrage, 19. April 2011
Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin IfD Allensbach (Teil 1)
Allensbach-Umfrage 2010

Zusammenfassung der Allensbach-Umfrage:
Die Einstellungen der Bevölkerung zu aktuellen Fragen der Schul- und Bildungspolitik
Um Aufschluss über die Bewertung der Situation an den deutschen Schulen und verschiedener Vorschläge in der aktuellen bildungspolitischen Diskussion zu bekommen, beauftragte die Vodafone Stiftung Deutschland das Institut für Demoskopie Allensbach mit einer Repräsentativ-Befragung. Diese Untersuchung, die unter anderem auch einen Bundesländer-Vergleich erlaubt, stützt sich auf insgesamt 2.262 Interviews, davon 436 Interviews mit Eltern schulpflichtiger Kinder.
Kritik an den Schulreformen
Bundesbürger erteilen Bildungsföderalismus mehrheitlich eine Absage
Vergleich mit der Allensbach-Umfrage 2009: Problemfelder manifestieren sich

Zusammenfassung der Allensbach-Umfrage:
Die Einstellungen der Bevölkerung zu aktuellen Fragen der Schul- und Bildungspolitik
Um Aufschluss über die Bewertung der Situation an den deutschen Schulen und verschiedener Vorschläge in der aktuellen bildungspolitischen Diskussion zu bekommen, beauftragte die Vodafone Stiftung Deutschland das Institut für Demoskopie Allensbach mit einer Repräsentativ-Befragung. Diese Untersuchung, die unter anderem auch einen Bundesländer-Vergleich erlaubt, stützt sich auf insgesamt 2.262 Interviews, davon 436 Interviews mit Eltern schulpflichtiger Kinder.
Kritik an den Schulreformen
- Lediglich ein Drittel der Befragten rechnet damit, dass sich bei einer Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen die Bildungschancen von Hauptschülern verbessern werden.
- Eine deutliche Mehrheit bezweifelt, dass der bisherige gymnasiale Lehrstoff auch bei einer verkürzten Schulzeit bewältigt werden kann. Nur zwölf Prozent der Befragten halten die Umstellung von neun auf acht Jahre bei gleichbleibendem Unterrichtsstoff generell für richtig. Signifikante Unterschiede ergeben sich bei dieser Frage laut Untersuchung im Ost-West-Vergleich. Während lediglich sieben Prozent im Westen die Umstellung für richtig erachten, sind es in Ostdeutschland ein Drittel der Befragten.
- Geteilter Meinung ist die Bevölkerung beim Thema Eignungstests für angehende Lehrer sowie einer Benotung von Lehrern durch ihre Schüler.
Bundesbürger erteilen Bildungsföderalismus mehrheitlich eine Absage
- Eine klare Mehrheit von über 60 Prozent spricht sich dafür aus, die Kompetenzfrage in Sachen Bildungspolitik auf den Bund zu übertragen - im Osten sind es fast 80 Prozent.
- Die Bildungspolitik ihrer jeweiligen Landesregierung bewerten die Befragten durchschnittlich mit der Schulnote 3,57. Alle Bundesländer liegen in der Bewertung recht eng beieinander - Bayern ist mit 3,29 am besten, Schleswig-Holstein mit 4,19 am schlechtesten benotet.
- Bei der Frage nach den Eigenschaften, die einen guten Lehrer ausmachen, priorisieren die Befragten vor allem die rein pädagogisch-didaktischen Fähigkeiten: gutes Fachwissen, Motivationskraft sowie ein guter, verständlicher Unterricht. Engagement für die Schule außerhalb des Unterrichts sowie ein Ohr für die persönlichen Probleme der Schüler zu haben, spielen laut Umfrage eine untergeordnete Rolle.
Vergleich mit der Allensbach-Umfrage 2009: Problemfelder manifestieren sich
- Stichwort Verbesserungsbedarf an Schulen - Die Top vier (Klassengröße, Stundenausfall, Sprachprobleme bei ausländischen Schülern, Vermittlung von mehr Allgemeinbildung) sind identisch.
- Es zeigt sich aber auch, dass die Priorisierung im Bundesländer-Vergleich zum Teil erhebliche Schwankungen aufweist. So ist häufiger Stundenausfall im Saarland für 34 Prozent ein vordingliches Problem, in Thüringen für 39 Prozent und in Hamburg für 43 Prozent. In Berlin sind es dagegen 60 Prozent, in Niedersachsen 61 Prozent und in Rheinland-Pfalz 73 Prozent.
- Einen markanten Unterschied zwischen Ost und West von über 20 Prozentpunkten weist die Untersuchung bei der Frage nach einheitlichen Abschlussprüfungen für ganz Deutschland aus: 61 Prozent in Ostdeutschland sehen hier Handlungsbedarf, im Westen sind es dagegen nur 40 Prozent.





















































